Samstag, April 23, 2011

Friedliche Versammlung wird gewaltsam aufgelöst

21. April 2011 - Mit Schlagstöcken und Elektroschockern haben rund 80 Polizisten und Militärpolizisten eine friedliche Demonstration von rund 100 Bewohnern des Boeung Kak Sees aufgelöst. Dabei wurden 11 Personen festgenommen und zahlreiche Demonstranten verletzt, darunter Frauen und Kinder, und mindestens vier Frauen bewusstlos geschlagen. Die kambodschanischen Menschenrechtsorganisationen LICADHO, HRTF, BABC und COHRE haben das Vorgehen der Sicherheitskräfte scharf kritisiert, und ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Rund 100 Bewohner des Boeung Kak Sees haben sich am 21. April 2011 vor dem Stadthaus versammelt, um gegen die angekündigte Zwangsräumung der 1.500 Familien um den Boeung Kak See zu protestieren, und um die kambodschanischen Behörden aufzufordern, nach einer gemeinsame Lösung mit den Betroffenen zu suchen.

Amnesty International hat am 12. April in einem offenen Brief an den Gouverneur von Phnom Penh den sofortigen Stopp aller rechtswidrigen Zwangsräumungen und ein Ende der exzessiven Gewaltanwendung gefordert: http://amnesty.org/en/library/info/ASA23/003/2011/en.