Montag, Juli 14, 2008

Journalist in Kambodscha erschossen

Ein Journalist einer Oppositionszeitung in Kambodscha ist auf offener Straße in der Hauptstadt Phnom Penh getötet worden. Der 47-Jährige berichtete für die Zeitung "Moneaseka Khmer" über Korruption und andere soziale Missstände unter der Regierung von Ministerpräsident Hun Sen. Er wurde nach Polizeiangaben vom Samstag gemeinsam mit seinem 21-jährigen Sohn erschossen, als beide am Freitag mit einem Motorrad unterwegs waren. Auch der Täter fuhr auf einem Motorrad.

Über dessen Motiv lagen zunächst keine Erkenntnisse vor, wie der Polizeichef von Phnom Penh, Yim Simony, sagte. Oum Sarin, der Präsident der kambodschanischen Vereinigung für den Schutz von Journalisten, erklärte, die Tat schaffe ein Klima der Angst unter Journalisten. Nach Angaben des Klubs kambodschanischer Journalisten war es der erste derartige Mord seit fünf Jahren. Am 27. Juli wird in Kambodscha ein neues Parlament gewählt.

Quelle: Der Standard (Österreich)
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