Montag, September 18, 2006

Ein Überlebender dokumentiert Kambodscha´s Alptraum

Youk chhang, ein Überlebender aus der Zeit des Khmer Rouge-Regimes setzt sich mit der Frage auseinander, wie aus es Jugendlichen Killermaschinen werden konnte. Der 45 Jährige, der zu der Zeit der Schreckensherrschaft der Khmer Rouge selber kaum älter war, als die „Killermaschinen“, ist der Leiter des Dokumentationszentrums von Kambodscha – eine private Organisation mit zurzeit mehr als 50 Mitarbeitern, die über Jahrzehnten Dokumente, Fotos, Filme etc. aus der Khmer Rouge-Zeit sammelt. In seiner jahrelangen Arbeit in der Organisation, hat Youk Chhang viele Interviews sowohl mit den Opfern als auch mit den Verantwortlichen aus der Zeit geführt. In einem Interview mit dem damaligen Leiter des Toul Sleng Gefängnisses, Sous Thy, berichtet dieser, wie er als Teenager von der Khmer Rouge rekrutiert wurde, ohne sich über die Folgen der Handlungen bewusst zu sein, und jahrelang seine Zeit im Gefängnis verbrachte, in dem Tausende der Folter und Tod ausgesetzt waren. Dabei erinnert er sich an die Angst um sein Leben, die er in der Zeit mit sich verfolgte; die Angst, selbst Opfer der Repressalien zu werden und im Gefängnis zu landen, das den sicheren Tod bedeutete...weiter