Montag, Juli 03, 2006

Ta Mok in stationärer Behandlung

Der frühere Militärchef der Roten Khmer, der heute 79-jährige Ta Mok, wurde aufgrund eines Bluthochdrucks zur Behandlung ins Krankenhaus geliefert, wo er sich eine Woche aufhalten soll. Sein Anwalt, Pen Son Samay, bestätigte, dass Ta Mok letzte Woche nicht in der Lage gewesen sei zu laufen. Sein Zustand sei kristisch, erklärte sein Anwalt weiterhin. Ta Mok wurde im März 1999 in Phnom Penh inhaftiert und wartet seit dem auf den Beginn des von UN unterstützten Tribunals. Die Meisten Richter werden heute in Phnom Penh vereidigt, wodurch das Tribunal, das nach langjährigen Verhandlungen zwischen Kambodscha und der UN ins Leben gerufen wurde, eröffnet wird. Viele Überlebende aus der Zeit zweifeln an der Unabhängigkeit der Justiz; denn bereits viele derzeitige Regierungsmitglieder stammen aus dem Roten Khmer-Regime, wie der heutige Regierungschef, Hun Sen, der selbst ein ehemaliger Offizier der Roten Khmer war. Zudem sterben die Verantwortlichen des Völkermordes einer nach dem anderen, so dass befürchtet wird, dass am Ende des Tribunals, dessen erstes Urteil frühstens in einem Jahr erwartet wird, kaum einer der Verbrecher zur Rechenschaft gezogen werden kann. Pol Pot mit der Führungsposition als "Bruder Nr. 1" starb bereits 1998. Die Kosten des Tribunals, dessen Abkommen erst im Oktober 2004 zwischen Kambodscha und der UN ratifiziert wurde, sollen etwa 56 Mio. Doller betragen...weiter:http://iafrica.com/news/worldnews/636760.htm; http://www.taz.de/pt/2006/07/03/a0066.1/text