Montag, Juni 06, 2005

Lutherischer Weltbund kritisiert Landverteilungspraxis in Kambodscha

Die Lebensgrundlage eines Grossteils der Bevölkerung Kambodschas sei in zunehmendem Mass durch Landraub und ungerechte Besitzverteilung gefährdet, heißt es in einer Stellungnahme des Lutherischen Weltbundes. Unzureichende Kontrollen bei der Vergabe von Land haben das generelle Problem der Landlosigkeit und Armut in Kambodscha verschärft. So vergebe die Regierung Land an Grosskonzerne und Unternehmen, ohne die Besitzverhältnisse vorab zu klären. Inzwischen habe sich selbst der kambodschanische Premierminister Samdech Hun Sen öffentlich gegen diese Praxis der Landvergabe ausgesprochen. Betroffen sei vor allem der ärmste Teil der Bevölkerung. Über ein Drittel der KambodschanerInnen lebe unterhalb des Existenzminimums von einem US-Dollar pro Tag. Rund 85 Prozent der Bevölkerung seien als Kleinbauern/Kleinbäuerinnen auf die Landwirtschaft angewiesen.